Zitat:

Ein Raum ohne Bücher ist wie ein Körper ohne Seele ... [Cicero]

Sonntag, 15. November 2015

Neuzugänge der ersten Novemberhälfte

Bei meinem Beutezug durch die Antiquariate Karlsruhes, blieb es natürlich nicht aus, dass ich mit einigen Büchern nach Hause ging. Sind dann aber doch einige mehr geworden, als geplant.


Ich war übrigens im A&S Bücherland und im Fächerstadt-Antiquariat. Ihr wollt wissen, welches Buch von welchem ist?? Könnt ihr haben.

A&S Bücherland: Mr. Peregrines Geheimnis, Das Königreich der Kälte, Das unendliche Licht, Die Winterprinzessin, Die verlorene Bibliothek + die drei VHS Cassetten
Fächerstadt-Antiquariat: Schatten des Baumes, Gregor und die Prophezeiung, Gregor und der Schlüssel zur Macht, Gregor und der Spiegel zur Wahrheit, Gregor und der Fluch des Unterlandes, Elfentochter, Elfenkönigin
Dazu gab es noch zwei Bücher, die ich in einem öffentlichen Bücherschrank entdeckt habe: Silber - Das zweite Buch der Träume, Der Killer im Lorbeer ... mal schaun was dafür nächsten Mal von mir reinwandert.


Ich wusste gar nicht, dass es eine "Mord im Orientexpress"-Verfilmung gibt, bei der Sean Connery mitspielt?? Wer von euch kennt diese Verfilmung? Hach, ich liebe VHS ... 50cent pro Film, selbst Ausleihen ist teurer. 

Samstag, 14. November 2015

Vorstellung: Fächerstadt-Antiquariat

Diese Woche habe ich bei einem Abstecher nach Karlsruhe wieder ein neues Antiquariat entdeckt: Fächerstadt-Antiquariat. Das schnuckelige Antiquariat am Karlstor existiert bereits seit 2002 und ist ein kleines, aber gut sortiertes Antiquariat mit deckenhohen Regalen und auch einer kleinen Auswahl an gebrauchten DVDs unnd CDs.


Fächerstadt-Antiquariat
Kriegsstraße 140
76133 Karlsruhe

Die Preise sind fair und günstig. Reihen, von denen mehrere Bände da sind, werden jedoch nur komplett verkauft. Neben einer ganzen Wand voller Fantasy Literatur, gibt es ein ebenso umfangreiches Regal englisch- sprachiger Romane. Sonstige Romane sind alphabetisch nach Autor sortiert, dazu gibt es die Unterteilung in Sachgebiete. Schwerpunktmässig findet ihr mehr HC, als TB Ausgaben.


Unter der Woche hat es von 10:00-18:00 Uhr geöffnet, Samstags immer noch von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr. Übrigens kauft dieses Antiquariat auch Bücher an. Eine Homepage haben sie jedoch nicht, dafür findet ihr über "Das Örtliche" sowohl eine Telefonnummer, als auch eine E-mailadresse.


Ein wunderschönes, heimeliges Antiquariat, das auf jeden Fall einen Besuch wert ist. Und vergesst nicht genug Geld mit zu nehmen. ;)

Freitag, 13. November 2015

Lesung: Patrick Hertweck mit "Maggie und die Stadt der Diebe"



Gestern Abend war in der Stadtbibliothek in Gaggenau eine Lesung des Autors Patrick Hertweck zu seinem Buch "Maggie und die Stadt der Diebe". Dazu gab es ein tolles Werkstattgespräch geführt von Ute Kretschmer-Risché, das sehr informativ und auch lustig war. Im Anschluss hat er mir noch meine Maggie signiert. Natürlich habe ich das Buch auch bereits gelesen, die Rezi dazu reiche ich die nächsten Tage noch nach. Nur so viel, ich bin begeistert!


Beginn der Lesung war 19:00 Uhr. Ich war kurz nach 18:30 Uhr bereits dort, zahlte meine Karte und suchte mir ein gutes Platzerl. Patrick Hertweck war bereits da und unterhielt sich mit einigen Gästen, die sich als seine ehemalige Klassenkameraden heraus stellten. Klar, schließlich hat der in Baden-Baden geborene Autor einen Großteil seiner Jugend in Gaggenau gewohnt und ist dort auch zur Schule gegangen. Auch mich begrüßte er herzlich und wusste von Facebook sogar meinen Namen. Während er wartete, dass sich die Plätze füllten, erzählte er von seiner ersten Lesung dieses Tages, die er vor Schulklassen gehalten hatte. Ein Schüler mokierte sich offenbar darüber, dass die Unterschirft des Autors bei seinem Klassenkameraden besser lesbar war und bestand auf eine neue Signatur. Tja, die lieben kleinen Kinderchen!
Dann ging es mit seiner zweiten Lesung vor Publikum, aber seiner ersten Lesung vor Erwachsenen los. Das ganze startete mit dem Werkstattgespräch und offenbarte einige amüsante Anekdoten aus dem Leben des Autors.


Wie die meisten Autoren hat auch Patrick einige Rituale, die ihm beim Schreiben helfen. So steht in der Mitte des Tisches immer sein Laptop, recht davon eine Spezi und links davon ein Kaffee. Während der Erschaffung von Maggie saß er dabei in seiner Lieblingsbar in Freiburg. Während eines Urlaubs bei den Schwiegereltern, musste er die Erfahrung machen, dass sich dieses inspirierende Plätzchen nicht so einfach austauschen lässt. Trotz abklappern sämtlicher Bars vor Ort, suchte ihn eine ausgewachsene Schreibblockade heim, die dazu führte, dass der Urlaub nach einer Woche abgebrochen werden musste.
Lediglich 12 Wochen hatte er nach Zusage des Verlages seine Maggie zu Papier zu bringen.


Sein erstes Buch ist Maggie jedoch nicht. Sein Erstlingswerk, das laut dem Autor 1000 lang ist, erzählt eine Geschichte, der Maggies gar nicht so unähnlich. So verriet er, dass es darin um einen Jungen im viktorianischen London geht, der nach seinen Wurzeln sucht. Wieso seine Figuren immer wieder auf der Suche nach ihrer Vergangenheit sind, konnte er jedoch nicht sagen, da er selbst ja seine Eltern kennt. Außer es gäbe da noch ein dunkles Geheimnis von dem er nichts wüsste, fügte er schmunzelnd hinzu.


Das er gerne Autor werden würde, offenbarte sich ihm, nachdem er mit 13/14 Jahren das Buch 'ES' von Stephen King gelesen hatte und voll und ganz in diese Welt abgetaucht war. Da wusste er: "So etwas möchte ich auch können." 
Seine ersten Geschichten erzählte er - laut der anwesenden Schwester - anfangs immer beim Wandern, doch hatte er das nervige Problem mittendrin das Interesse zu verlieren. So blieben seine ersten Werke allesamt unvollendet. Erst viel später, nach einem Jobwechsel und der Geburt der Kinder, besann er sich auf seinen Traum vom Schreiben. 


Die erste Inspiration für "Maggie und die Stadt der Diebe" fand er in einem Freiburger Antiquariat. Dort wühlte er regelmässig in den Bücherkisten und stieß dabei auf ein Buch von den 1920er Jahren, in dem es über das Bandenwesen New Yorks ging. Unter anderem auch, um den letzten in New York gehängten Piraten namens Albert W. Hicks. Seine Geschichte kam ihm von Anfang an seltsam vor und so entstanden in seinem Kopf die ersten Ideen für Maggies Vorgeschichte, die im Buch erst nach und nach aufgedeckt wird.

Auf die Frage, wieviel Patrick in seinem Buch steckt, meinte er ganz bestimmt: "Goblin, das bin ich!" Lachen erhob sich im Publikum und auch Hertweck musste über seine Wortwahl schmunzeln. Goblins Schmerz und Selbstzweifel, das sei er, nur abgeschwächt, aber all' diese Gefühle kenne er zu gut.

Außerdem verriet er, das einer der vorläufigen Titel seines Buches "Maggie und die Stadt der Schatten" war, jedoch vom Verlag abgelehnt wurde. Er bestritt auch nicht, dass Dickens "Oliver Twist" durchaus ein Vorbild für Maggie war, doch gelesen hat er selbst den Roman noch nie. Dickens habe aber sicher nicht nur ihn inspiriert, sondern viele Romane dieser Art geprägt.
Goblin, der im Buch auch als Fagin bezeichnet wird, verdankt diesen Namen jedoch nur indirekt Dickens. Vielmehr stammt der Name von einer echten Person dieser Zeit (in der auch Maggies Geschichte spielt), über die er bei seinen Recherchen stoß. Italian Dave war der Name dieses Mannes, der sich in Anlehnung an Dickens selbst auch Fagin nannte.


Eine Fortsetzung von Maggie soll es laut Patrick Hertweck leider nicht geben. Sowohl für den Verlag, als auch ihn selbst würde sich dies einfach nicht richtig anfühlen. Er arbeitet jedoch bereits an einem neuen Roman, dafür müsse er sich aber wohl erst noch einen neuen Platz zum Schreiben suchen, da die Bar nicht mehr passt. Lachend erzählte er, dass er am Überlegen sei, ob er sich nicht in der Freiburger Stadtbibliothek niederlassen solle, mit Blick auf das Münster. Wir dürfen gespannt sein!

Mittwoch, 11. November 2015

Die Geheimnisse der Âlaburg von Greg Walters

Titel: Die Geheimnisse der Âlaburg
Reihe: Die Farbseher Saga Bd. 1
Autor: Greg Walters
Verlag: Selfpublisher
Seiten: 387, eBook
ASIN: B0151TBXA0

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Inhaltsangabe (Quelle: Greg Walters): Ein Mensch, der von der Magie beherrscht wird, ein Zwerg, der nicht zaubern kann, ein übergewichtiger Zwergelbe, ein hinkender Ork. Sie können die Welt retten - oder vernichten.Leik, 16 Jahre, erlebt einen Winter, der sein ganzes Leben auf den Kopf stellt. Er trifft seine erste Liebe, besucht eine Universität, in der Magie gelehrt wird, und findet zum ersten Mal im Leben Freunde.
Aber seine Welt ist dem Untergang geweiht. Nur wenn Leik es schafft, die Farben der Zauberei richtig einzusetzen, kann er sie retten. Denn außer ihm kann niemand auf der Welt alle drei magischen Farben sehen. Das macht ihn außergewöhnlich - und gefährlich …

Rezension: Der 16-jährige Leik lebt mit seinem Ziehvater Gerald mitten im Wald. Sie halten sich mit der Jagd und dem Verkauf von Fellen über Wasser. Doch alles ändert sich schlagartig, als sich Leik eines Tages verspätet auf den Rückweg macht, nachdem er im Dorf Felle verkaufen sollte. Seltsame Wesen, denen ein unbarmherziger Gestank voraus eilt, machen Jagd auf ihn und zwingen ihn und seinen Lehrmeister zur Flucht auf die Âlaburg, eine Universität auf der all' die Märchen von denen Leik immer geträumt hatte wahr zu werden scheinen. Neben Zwergen, Elben und Orks begegnet er dort auch seinem eigenen Schicksal, den auch in ihm schlummert ein magisches Erbe.

Ich bin Fan von einem Ork! Hätte nie gedacht, dass ich das mal sage, aber es ist so. Greg Walters hat unglaublich sympathische Figuren geschaffen, vielfältig und anders! Darunter einen Ork, der sich nicht in die gängigen Klischees einordnen lässt. Aber von Vorne!
Die Geschichte hat keine langatmige Einleitung, sondern zieht das Tempo schon recht früh zum ersten Mal an, als Leik von mysteriösen Kreaturen angegriffen wird. Nach und nach erfährt man einzelne Bruchstücke aus Leiks und seines Lehrmeisters Leben, die sich erst ganz zum Schluß hin zu einem klaren Bild zusammen setzen und für tolle Aha-Effekte sorgen. Die Universität in der Leik landet ist ein magischer Ort und wird so detailreich beschrieben, dass während dem Lesen das Gefühl aufkommt, selbst über den Campus zu schlendern. Doch die Âlaburg ist viel mehr, als eine einfach Zauberschule, sie scheint beinahe ein lebendiges Wesen. Allein ihre Gestaltung sprüht schon vor unglaublichem Ideenreichtum.
Es macht schlicht Spaß Leiks Weg hin vom einfachen Lehrling eines Jägers, zum Schüler der Magie zu verfolgen. Begleitet wird er dabei von einem bunten Haufen an Figuren, unter anderem Filixx einem äußert begabten Zwergelben (einem Mischlingskind mit zwergischer Mutter und elbischem Vater), Morlâ einem Zwerg, der seine Magie noch nicht gefunden hat und Ûlyer einem Ork, der durch eine körperliche Behinderung zum Ausgestossenen seiner eigenen Art wurde. Anfangs weiß man noch nicht genau, was man von ihnen halten soll und lernt sie - wie Leik - erst nach und nach kennen und lieben. Besonders Ûlyer hat mich hier begeistert. Vom agressiven Eigenbrödler entwickelt er sich zu einem verlässlichen Mitglied dieses ungleichen Teams. Er hat von mir zusammen mit Gerald und Morlâ fast die meisten Sympathiepunkte bekommen und war für mich ein echtes Highlight.

Alles was Leik und seine Freunde auf der Âlaburg lernen und erleben führt sie schließlich hin zum Höhepunkt des Bandes und all das rankt sich um die seltene Begabung von Leik alle magischen Farben sehen und wirken zu können. Doch was seine Aufgabe ist und wie sein Weg aussehen soll, erschließt sich ihm erst nach und nach. Anfangs ängstigt ihn seine Gabe und blockiert ihn beinahe, angesichts der Verantwortung, die mit ihr einhergeht. Doch dank seinem Umfeld, gelingt es ihm, wie auch den anderen, nach und nach über sich selbst hinaus zu wachsen.
Die Beweggründe der einzelnen Figuren sind dabei sehr realistisch dargestellt, an den Charakteren selbst ist nichts gekünsteltes. Auch das Leben an der Universität wird in all' seinen positiven und negativen Facetten dargestellt, so hat Leik durch seine Gabe nicht etwa einen Sonderstatus, sondern im Gegenteil eher eine Außenseiterrolle, die auch in der Wahl seines Verbindungshauses Ausdruck findet.
Selbst sein Lehrmeister scheint mehr zu sein, als auf den ersten Blick ersichtlich ist. Doch seine Vergangenheit bleibt lange ein Rätsel und bildet ein Teilstück des Abenteuers, in das schließlich auch Leik und seine Freunde hinein geraten. Man stellt zahlreiche Vermutungen an, wer hinter den Angriffen auf Leik zu Anfangs stecken könnte und bastelt sich so selbst einen Flickenteppich an Möglichkeiten, die der Autor gekonnt aufgreift und zu einem spannenden Abschluss des ersten Bandes bringt.

Der Showdown ist diesem Band war super gewählt und hatte die perfekte Mischung aus Aktion und Spannung. Zu keinem Moment war Leiks Geschichte langweilig, sondern immer aufregend und neu. Ein echtes Abenteuer voller Magie, in das man während dem Lesen selbst eintaucht. Getragen wird das ganze vom Schreibstil des Autors, der einen förmlich hineinschreibt in die Welt von Razuklan.

Natürlich gibt es auch hier einen Schuß Liebe, doch nicht allgegenwärtig. Leiks Auserwählte bekommt erst zum Schluß eine wirklich wichtige Rolle, abseits von Tagträumen und fungiert als eine Art Motor, der die Geschichte mit antreibt und in ihre Bahn lenkt. Sie ist auch Teil des Cliffhanger, der einem am Ende mit zahlreichen Fragen und Vermutungen zu Band 2 zurück lässt. Man fiebert gespannt der Fortsetzung entgegen und würde am liebsten sofort weiterlesen.

Fazit: Ein Feuerwerk neuer, aufregender Ideen, bei dem einfach alles stimmt. Charaktere die einen mit in die Geschichte ziehen, Abenteuer, Magie und Freundschaft, die über bisherige Rollenklischees hinaus reicht.

Wertung:

Freitag, 6. November 2015

Neu bei mir eingezogen!

So hier seht ihr meine Neuzugänge dieser Zeit. Unter anderem "Maggie und die Stadt der Diebe von Patrick Hertweck". Tja, endlich ist Maggie auch bei mir eingezogen, rechtzeitig zu seiner Lesung hier bei mir in der Nähe. Bald ist es also hoffentlich eine signierte Maggie. Und da ich schon gerade dabei war, hab ich gleich noch zwei Bücher vom SALE mit dazu genommen. Das Buch "Arca Fabiana - Geliebte Azorenhunde" hab ich auf dem Arca Flohmarkt erstanden, das Geld kommt komplett meinem Herzensverein zugute. "Drachenpfade" ist ein Tauschbuch von einem tollen 1:1 Tausch mit einer lieben Freundin. Sie hat von mir dafür "Passagier 23" bekommen.


Auch "Ein Glücksfall namens Paul" stammt vom Arca Flohmarkt, die DVD im übrigen auch. Ich bin also Buch- und DVD-mässig für den trüben Herbst gerüstet.


Und seid ihr auch schon für den kommenden Leseherbst gerüstet? Geht hier vielleicht noch jemand zur Lesung von "Patrick Hertweck" in Gaggenau??