Zitat:

Ein Raum ohne Bücher ist wie ein Körper ohne Seele ... [Cicero]

Mittwoch, 26. August 2015

Schönheitsfehler - Kater Socke ermittelt von Heike Wolpert

Titel: Schönheitsfehler - Kater Socke ermittelt
Autor: Heike Wolpert
Verlag: Gmeiner
Seiten: 246, broschiert
ISBN: 3-8392-1693-1

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Rezension: Zuerst landet Kater Socke auf einer Pflegestelle, auf der er durch die Hölle geht, dann wird er von dem gefrusteten Unmenschen auch noch ausgesetzt. Doch damit endet Sockes Tag noch lange nicht, denn kaum wird er aus seiner Box von einer Freigängerin befreit, schon findet sich eine Leiche. Ein Schönheitschirug wurde erschossen und die Liste der Verdächtigen ist lang. War es womöglich das Opfer einer verpfuschten Operation oder ist das Motiv im privaten Bereich zu suchen? Da passt es ganz gut, dass Socke gerade bei Hauptkommissar Peter Flott Unterschlupf sucht. Aus Neugierde und Hoffnung auf eine leckere Belohnung hat der Kommissar schon bald jede Menge tierische Unterstützung in seinem Fall. Wären da nicht die Verständigungsprobleme.


Ein Katzen liebender Haupkommissar, dazu einzigartige, feline Ermittler und in einer Nebenrolle ein schrulliger Hund. Und jeden einzelnen schließt man sofort ins Herz. Ob es nun Kater Socke, mit der Schwanzbehinderung ist. Clooney, die Feinschmeckerin, die keinem Leckerchen widerstehen kann. Mikey, dem Kumpel oder Suleika, die etwas neurotische Perserin. Jede feline Figur ist grandios umgesetzt und alle zusammen machen diesen Katzenkrimi zu einem echten Lesevergnügen. Dabei geraten die Ermittlungen des Hauptkommissar beinahe in den Hintergrund, aber natürlich nur beinahe.
Auch das Zwischenspiel zwischen dem Kommissar und Socke ist wirklich gelungen und zeugt von einer echten Katzenversteherin als Autorin. Natürlich hat Hauptkommissar Peter Flott auch ein sympatisches Ermittlerteam zur Seite gestellt bekommen, doch ins Gedächtnis gebrannt haben sich bei mir eindeutig Socke und seine Freunde.

Der Fall selbst ist spannend, man hat schon eine Weile zu rätseln, was da nun genau passiert ist und wer der Mörder ist. Einige Abschnitte sind aus der Sicht eines Opfers einer verpfuschten Schönheits-OP geschrieben. So bekommt man immer wieder Einblicke von einer anderen Seite, ohne jedoch direkt zu erfahren WER es nun war.
Leider war mir der Schluß etwas zu abrupt zu Ende und einige gute Möglichkeiten wurden nicht genutzt. Es fehlte einfach ein richtiger Showdown, war schon beinahe etwas zu unspektalkulär, vorallem angesicht des interessanten Verlaufs der Ermittlungen. Die Verdächtigen waren vielschichtig und fast jeder schien ein Motiv zu besitzen. Jedes Mal, wenn man dachte, der Täter sei gleich überführt, offenbarten sich neue Verdächtige. Immer wieder wurde es dabei prezlig für Kater Socke und man fiebert mit ihm mit, ob er es schaft den Täter, den er am Abend des Mordes gerochen hatte, zu identifizieren.
Aber das ist nicht der einzige Punkt bei dem man hofft und bangt, auch ob Kater Socke in seinem selbst gewählten Zuhause bleiben darf sorgt für einige Spannungsmomente.

Fazit: Alles in allem ein mitreisender Katzenkrimi voll liebenswerter Charaktere, menschlichen, wie tierischen, die neben Spannung auch für zahlreiche herzhafte Lacher sorgen. Jeder Katzenbesitzer wird die ein oder andere Eigenheit sicher von seinen eigenen Felldetektiven kennen. Ich hoffe auf weitere Bände mit Kater Socke und seinem menschlichen Anhang.

Wertung:

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