Zitat:

Ein Raum ohne Bücher ist wie ein Körper ohne Seele ... [Cicero]

Samstag, 22. November 2014

Das Glück der Worte von Sonia Laredo

Titel: Das Glück der Worte
Autor: Sonia Laredo
Verlag: DVA, Taschenbuch
Seiten: 384
ISBN: 978-3-421-04634-5

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Rezension: Brianda ist eine Karrierefrau und Lektorin von Beruf. Schon früh verlor sie beide Eltern bei einem dragischen Unfall und ist deshalb ganz auf sich alleine gestellt. Als sie dann gekündigt wird, scheinen ihre schlimmsten Ängste war zu werden. Doch Brianda gibt nicht auf und sucht Rat bei ihren geliebten Büchern. Diese weisen ihr stets den richtigen Weg und führen sie dieses Mal auf eine zauberhafte Reise, die in Nuba endet. Einem märchenhaften kleinen Ort mit einer Buchhandlung, die einen Nachfolger sucht. Der schrullige Buchhändler namens Don Lorenzo bietet ihr Unterschlupf und verspricht ihr, sollte sie den Schatz, der in der Buchhandlung versteckt ist finden, dann werde sie seine Nachfolgerin. Brianda sagt zu und schon beginnt ein ganz neues Leben für sie. Ein Leben voller Geheimnisse, Freundschaften, Bücher und einer verbotenen Liebe.

Man mag Brianda und ihre leidenschaftliche Liebe für Bücher sofort, aus deren Sicht der Roman erzählt wird. Jeder Bücherwurm erkennt sich bestimmt in ihr wieder. Auch der gauzige Buchhändler Don Lorenzo wächst einem vom ersten Moment an ans Herz. Man ist richtiggehend verzaubert von seiner alten Buchhandlung und dem Örtchen Nuba. Es wirkt alles geradezu magisch und irgendwie der Zeit entrückt.
Anfänglich beginnt jedes Kapitel mit einer philosophischen Betrachtung der Kapitelüberschrift. Später kommen noch Leseempfehlungen dazu, die immer aus dem "Buch" bestehen, das in dem jeweiligen Kapitel gerade besondere Erwähnung findet. Denn Brianda hat die Gabe sich in die Kunden der Buchhandlung hinein zu versetzten und ihnen genau das Buch zu verkaufen, das ihnen in ihrer jeweiligen Situation gerade hilfreich sein könnte.
Auch werden immer wieder Zitate aus bekannten Büchern eingeflochten, welche die jeweilige Situation untermalen.

Leider gibt es auch eine Kleinigkeit, die mich doch gestört hat und das sind etwas unlogische Handlungsweisen, denn auch bei einem kleinen, beinahe verwunschenen Ort wie Nuba, sollte man davon ausgehen, dass keine Frau sich von einem wildfremden Mann in den Wald zerren lässt und dort auch noch freiwillig mit ihm in die Kiste springt. Egal welch ein Unwetter gerade wütet. Und das ist nicht der einzige Logikbruch.
Spoiler, zum Lesen markieren: »Auch, dass eine gemeingefährliche, scheinbar Verrückte lediglich unter Aufsicht einer ungeeigneten Pflegerin gestellt wird, halte ich für unwahrscheinlich. Dann wäre da noch die Sache mit dem Jungen, den allen Ernstes niemand erkannt haben will, obwohl er all die Jahre immer wieder zu Besuch nach Nuba kam. Schon allein vom Alter her, wäre sicher jedem sofort klar gewesen, dass Romildas Schwester den Jungen niemals erst zur Welt gebracht haben kann, nachdem sie weg gezogen war.« 
Wer sich an diesen paar Kleinigkeiten nicht stört, darf in eine Geschichte eintauchen, die einfach glücklich macht und Lust auf's Lesen. "Das Glück der Worte" ist eine Kleinod, eine poetische Reise zum Sinn des Lebens. Was macht ein glückliches Leben aus, wie verwandelt man sein Leben in ein echtes Kunstwerk und was sind echte Werte, das ist die hintergründige Botschaft dieses Buches.
Der Schluss belohnt einen schließlich mit einer spannenden Auflösung der ganzen Geschehnisse und wird auch alle Happy End Fans zufrieden stellen.

Wertung:

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