Zitat:

Ein Raum ohne Bücher ist wie ein Körper ohne Seele ... [Cicero]

Samstag, 29. November 2014

Neuzugänge im November

Natürlich gab es auch im November einige tolle Neuzugänge in meinem Regal. Da ich eine neue Regel hab, nach der ich dafür aber auch mindestens ein Buch mehr, als ich Zugänge hab aussortieren muss, ist mein Tauschgnom Regal bald auch um einige Bücher reicher.


Einige sind aus dem Secondhand-Laden, ganz viele von Tauschgnom, dann noch ein paar von Ebay oder Medimops und ... zwei Rezensionsexemplare gab es auch noch. Da es ein bissl viel wäre, zu jedem Buch die Inhaltsangabe zu posten, beschränke ich mich einfach nur mal auf letztere.

So finter, so kalt von Diana Menschig (Knaur): Als Merle Hänssler nach dem Tod ihrer Großmutter in deren einsam gelegenes Haus im Schwarzwald zurückkehrt, findet sie im Nachlass ein altes Dokument. Darin berichtet ein gewisser Johannes, der Ende des 16. Jahrhunderts im Haus lebte, über merkwürdige Geschehnisse rund um seine Schwester Greta. Merle tut diese Geschichte zunächst als Aberglaube ab. Doch dann passieren im Dorf immer mehr unerklärliche Dinge: Kinder verschwinden, und auch das alte Haus selbst scheint ein seltsames Eigenleben zu entwickeln. Langsam, aber sicher beginnt Merle sich zu fragen, ob an Johannes’ Erzählung mehr dran ist, als sie wahrhaben wollte.

Haunted von Bentley Little (Voodoo Press): Das neue Haus der Familie Perry scheint perfekt, mit Ausnahme des seltsamen Verhaltens der Nachbarn und des eigenartigen Geruchs aus der dunklen Ecke des Kellers. Leider hatte niemand die Familie gewarnt, jetzt ist es zu spät. Das Dunkle steigt bereits den Keller empor ...

Montag, 24. November 2014

Carmilla, die Vampirin von Joseph Sheridan Le Fanu

Ich habe Carmilla in einer Anthologie (Von denen Vampiren oder Menschensaugern - Hrsg. Sturm/Völker) vorliegen. Ebenfalls ungekürzt, jedoch ohne die Illustrationen. 

Titel: Carmilla, die Vampirin
Autor: Joseph Sheridan Le Fanu
Illustrator: Michael Fitzgerald
Verlag: Diogenes, Taschenbuch
Seiten: 128
ISBN: 3-257-24087-2

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Rezension: Laura wohnt mit ihrem Vater abgeschieden auf einem alten Schloss, zusammen mit wenigen Bediensteten. Als dann auch noch ein lang ersehnter Besuch aufgrund eines Todesfalles ausfällt, ist sie sehr enttäuscht. General Spielsdorf Mündel ist einer dunklen Macht zum Opfer gefallen. Kurz darauf werden Laura und ihr Vater Zeugen eines Unfalls und finden sich direkt danach in Gesellschaft eines Gastes wieder. Laura schwebt zwischen Entsetzen und einer seltsamen Anziehung, erkennt sie in ihrem weiblichen Gast doch jenes Gesicht wieder, dass sie seit einem albtraumhaften Erlebnis aus ihrer Kindheit verfolgt. Die junge Dame nennt sich Carmilla und gibt nichts Genaueres über ihr Leben preis. Kurz nach ihrer Ankunft kommt es in der Umgebung des Schlosses zu mysteriösen Todesfällen unter jungen Frauen. Als die Seuche auch Laura befällt und diese gepeinigt von Albträumen immer mehr dahinsiecht, taucht plötzlich General Spielsberg auf und erzählt ihr und ihrem Vater eine unheimliche Geschichte ... kommt er bereits zu spät?!

Carmilla ist ein Vampirroman und stammt bereits aus dem Jahre 1872. Er war Bram Stokers Inspiration für Dracula. Deshalb verwundert es auch nicht, wenn es zwischen beiden durchaus Parallelen gibt. Unter anderem, die als Bericht abgefasste Form. In diesem Fall erzählt Laura uns ihre Geschichte. Der Roman ist eher ein kurzes Vergnügen und umfasst in dieser Ausgabe lediglich 128 Seiten. Die Sprache wirkt längst nicht so altbacken, wie viele vermuten. Carmilla schaft es auch heute noch zu begeistern.

Die Geschichte ist als Schauerroman angelegt, ohne dabei großartig mit Horror oder Grauen zu arbeiten.

Zitat: »Am Fußende des Bettes bewegte sich etwas, das ich anfangs nicht genau erkennen konnte. Dann sah ich, daß es ein kohlschwarzes Tier war, ähnlich einer riesigen Katze. Es schien vier bis fünf Fuß lang zu sein, genau so lang wie der Kaminvorleger, über den ich es schleichen sah. Unheimlich ruhelos wie ein wildes Tier im Käfig lief es ständig hin und her.«

Sie ist recht still, ohne jedoch langweilig zu wirken.
Es macht Spaß, selbst zu kombinieren und die dezenten Hinweise, die in die Geschichte mit einfließen zu deuten. Besonders gelungen fand ich die Stelle mit dem Gemälde und später die Sache mit den Namen. Der Roman spielt in der Steiermark, was zur damaligen Zeit wohl als recht exotisch galt.

Wer Carmilla jedoch liest, weil es oft als "Carmilla, der lesbische Vampir" betitelt wird, dem sei gesagt, dass dies nur bedingt zutrifft. Sicher gibt es einige etwas entfernt erotische Szenen, doch liefert der Schluß hierfür eine eher nüchterne Erklärung.
Der Schluss selbst ist zwar keineswegs überraschend, aber trotzdem spannend und schlüssig. Lediglich eine Frage bleibt offen, wer sind der seltsame Mann und die Frau, in deren Gesellschaft Carmilla auftritt.
Es ist interessant zu sehen, wie sich das Bild des Vampirs im Laufe der Jahrhunderte verändert hat und wie wenig teils von dem sich darum rankenden ursprünglichen Aberglauben übrig geblieben ist.

Alles in allem ein gelungener Schauerroman für alle, die auch bereits Dracula kennen und lieben oder Fans echter Klassiker sind.

Wertung:

Samstag, 22. November 2014

Fantasy-Lesenacht die Neunte - Lesen bis Aliens auf der Erde landen


Heute nehme ich an einer Lesenacht teil, die von "The call of freedom & love" veranstaltet wird. Die Bloggerin stellt immer wieder Zwischenfragen zum jeweiligen Buch, das man liest. Und gelesen wird ein Buch aus dem Genre Fantasy.

Statusupdates: 21:00 ~ 21:50 ~ 22:40 ~ 23:30 ~ 0:20 ~ 1:10 ~ 2:00 ~ 2:50 ~ 3:30 ENDE

22:49 Uhr:
2.) Okay, etwas verspätet bin nun auch ich hier. Hatte einen langen Tag! ;) Also ich werde "Carmilla von Joseph Sheridan Le Fanu" lesen. Carmilla ist ein Vampirroman und zwar von 1872. Es ist der Vampirroman, von dem sich Bram Stoker für seinen Dracula inspirieren ließ. :D Und da ich Dracula bereits vor einigen Tagen gelesen habe, wird es nun Zeit für Carmilla. Ich fange es also erst an.

3.) Oi, das wird schwer. Das 26. Buch abzählen, fragt sich nur von welchem meiner Regale in welchem Zimmer. Okay, es ist eines der Regale im Schlafzimmer geworden: Ziemlich viele Prinzessinen von Diana Wynne Jones ... war Nummer 26. Ich habe es noch nicht gelesen, es ist eine indirekte Fortsetzung von "Sophie im Schloss des Zauberers (Das wandelnde Schloss)", das ich bereits gelesen habe. ;) Wieviele Bücher ich gerade auf meinem SUB habe kann ich allerdings nicht sagen, es sind aber einige. Hab sie jedoch noch nie gezählt. O.o

23:35 Uhr: 
4.) Damit man den Sinn des Post versteht, hier erst einmal die Aufgabe, die wirklich witzig werden könnte: 

Tippe einen Satz auf, in dem steht was dein Protagonist grade macht. An dem Anfang des Satzes muss das Wort "und" oder "aber", "weil" oder "dann", und am Ende des Satzes ein Komma. Nein, es muss nicht übertrieben viel Sinn machen oder Schlau sein oder wichtig. Denkt einfach dran das am Ende was witziges rauskommen soll, wenn wir alle Sätze am Ende zusammenfügen, und ein Text entsteht. Beispiel: und dann ging sie in den Wald und pinkelte hinter einem Busch,+ Was machst du um wach zu bleiben und wo liest du am liebsten?


Und tada: "... dann erzählte sie von einem Ereignis des Nachts aus ihrer Kindheit mit einer seltsamen Frau, ..."

Ich werde mir jetzt dann einen Tee machen, um wach zu bleiben und was Süßes naschen. Am liebsten lese ich auf dem Sofa, im Bett oder auf meinem genialen Korbsessel vor den ich eine alte Truhe zur Ablage der Füsse gestellt habe (beides vom Flohmarkt, die Truhe hab ich etwas aufgearbeitet bzw. die Sitzfläche neu bezogen). Fotos kann ich auf Wunsch gerne nachreichen! :D

Impression Lesenacht

0:37 Uhr:
5.) Hardcorelesen! Versucht in 50 Minuten so viel zu lesen wie ihr könnt. Keine Kommentare, kein Tee, kein pinkeln. Alles was ihr tun sollt: LESEN! Und Zählt danach die Seiten. + schreib ein schlnes Zitat raus.

Na dann, bis nachher. :D

1:51 Uhr:
Huch, ich habe etwas länger gelesen, aber mit Verspätung. Ich habe genau 55 Seiten geschaft, da die Schrift aber recht klein ist, bin ich damit zufrieden. Es ist gerade richtig spannend geworden und die Lage spitzt sich langsam zu. ;)

Und hier ein schönes Zitat: "Am Fußende des Bettes bewegte sich etwas, das ich anfangs nicht genau erkennen konnte. Dann sah ich, daß es ein kohlschwarzes Tier war, ähnlich einer riesigen Katze. Es schien vier bis fünf Fuß lang zu sein, genau so lang wie der Kaminvorleger, über den ich es schleichen sah. Unheimlich ruhelos wie ein wildes Tier im Käfig lief es ständig hin und her."

1:59 Uhr:
6.) Der letzte Charakter in Carmilla war ein befreundeter General namens Spielsdorf. Bisher weiß ich noch nicht viel über ihn, außer, dass sein Mündel einer seltsamen Macht zum Opfer gefallen sein soll und starb. Und das kurz nachdem er eine Fremde in seinem Heim aufnahm. Er ist nun unverhofft aufgetaucht und ich bin gespannt, wie er auf Carmilla reagiert. Ich denke ich könnte ihn im Moment schwer ertragen, da er seit dem Tod seines Mündels wohl sehr aufgewühlt und auf der Jagd nach jenem Unhold ist, der den Tod zu verschulden hatte. Man vermutet ja während dem Lesen breits, dass es zwischen Carmilla und diesem Unhold einen Zusammenhang gibt, doch könnte einem die Auflösung auch noch überraschen.

2:18 Uhr:
7.) Das Buch wird, wie gesagt, gerade richtig spannend, deshalb ist an Einschlafen auch gerade nicht zu denken. Bin offen gestanden im Moment auch nicht wirklich müde. Das mit zu Seite 109 gehen wird allerdings schwer. Da ich Carmilla in einer Anthologie vorliegen habe, zwar ungekürzt, aber in kleinerer Schrift, als in der Ausgabe von Diogenes, gibt es keine Seite 102. Carmilla ist ein recht kurzer Band. ;) Ich werde deshalb einfach den ersten Satz des nächsten Kapitels wählen.

Zitat: "Es war nur etwa zehn Monate her, dass wir den General zuletzt gesehen hatten, aber inzwischen war er um Jahre gealtert."

2:55 Uhr:
8.) Ach herje, einen Haiku passend zum Buch, dabei kann ich Haikus gar nichts abgewinnen. Aber okay ich werde es versuchen.

"Nachts sind alle Katzen schwarz, das Mädchen hütet ein äußerst dunkles Geheimnis, ob es wirklich Liebe ist."

Hat das jetzt so gestimmt???? O.o

3:37 Uhr:
9.) Ich fand die Lesenacht toll, ich habe es geschaft mehr zu lesen, als ich dachte und habe auch noch nette Leseratten kennen gelernt. Insgesamt habe ich bei 73 Seiten gelesen, in kleiner Schrift und das obwohl ich noch so viel nebenher gesurft und auf Kommis geantwortet habe. Es haben einfach so viele schöne Blogs mit gemacht.
Am schwersten fand ich den Haiku, da ich so etwas noch nie geschrieben habe. Am besten gefallen hat mir denke ich Aufgabe Nummer 4 mit dem Satz-Teilstück. Ich bin schon auf das lustige Ergebnis gespannt, wenn alle Sätze zusammen gefügt wurden. :D Ich werde jetzt noch das Kapitel fertig lesen, danach noch einmal mit den Hunden raus gehen und dann ins Bett hopsen, sonst komme ich heute nicht vor Mittag aus den Federn. ;)

Und jetzt euch allen eine GUTE NACHT!

9:45 Uhr:
Ich hab es heute Nacht doch noch fertig gelesen, waren nur noch 2-3 Kapitel. ;)

Das Glück der Worte von Sonia Laredo

Titel: Das Glück der Worte
Autor: Sonia Laredo
Verlag: DVA, Taschenbuch
Seiten: 384
ISBN: 978-3-421-04634-5

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Rezension: Brianda ist eine Karrierefrau und Lektorin von Beruf. Schon früh verlor sie beide Eltern bei einem dragischen Unfall und ist deshalb ganz auf sich alleine gestellt. Als sie dann gekündigt wird, scheinen ihre schlimmsten Ängste war zu werden. Doch Brianda gibt nicht auf und sucht Rat bei ihren geliebten Büchern. Diese weisen ihr stets den richtigen Weg und führen sie dieses Mal auf eine zauberhafte Reise, die in Nuba endet. Einem märchenhaften kleinen Ort mit einer Buchhandlung, die einen Nachfolger sucht. Der schrullige Buchhändler namens Don Lorenzo bietet ihr Unterschlupf und verspricht ihr, sollte sie den Schatz, der in der Buchhandlung versteckt ist finden, dann werde sie seine Nachfolgerin. Brianda sagt zu und schon beginnt ein ganz neues Leben für sie. Ein Leben voller Geheimnisse, Freundschaften, Bücher und einer verbotenen Liebe.

Man mag Brianda und ihre leidenschaftliche Liebe für Bücher sofort, aus deren Sicht der Roman erzählt wird. Jeder Bücherwurm erkennt sich bestimmt in ihr wieder. Auch der gauzige Buchhändler Don Lorenzo wächst einem vom ersten Moment an ans Herz. Man ist richtiggehend verzaubert von seiner alten Buchhandlung und dem Örtchen Nuba. Es wirkt alles geradezu magisch und irgendwie der Zeit entrückt.
Anfänglich beginnt jedes Kapitel mit einer philosophischen Betrachtung der Kapitelüberschrift. Später kommen noch Leseempfehlungen dazu, die immer aus dem "Buch" bestehen, das in dem jeweiligen Kapitel gerade besondere Erwähnung findet. Denn Brianda hat die Gabe sich in die Kunden der Buchhandlung hinein zu versetzten und ihnen genau das Buch zu verkaufen, das ihnen in ihrer jeweiligen Situation gerade hilfreich sein könnte.
Auch werden immer wieder Zitate aus bekannten Büchern eingeflochten, welche die jeweilige Situation untermalen.

Leider gibt es auch eine Kleinigkeit, die mich doch gestört hat und das sind etwas unlogische Handlungsweisen, denn auch bei einem kleinen, beinahe verwunschenen Ort wie Nuba, sollte man davon ausgehen, dass keine Frau sich von einem wildfremden Mann in den Wald zerren lässt und dort auch noch freiwillig mit ihm in die Kiste springt. Egal welch ein Unwetter gerade wütet. Und das ist nicht der einzige Logikbruch.
Spoiler, zum Lesen markieren: »Auch, dass eine gemeingefährliche, scheinbar Verrückte lediglich unter Aufsicht einer ungeeigneten Pflegerin gestellt wird, halte ich für unwahrscheinlich. Dann wäre da noch die Sache mit dem Jungen, den allen Ernstes niemand erkannt haben will, obwohl er all die Jahre immer wieder zu Besuch nach Nuba kam. Schon allein vom Alter her, wäre sicher jedem sofort klar gewesen, dass Romildas Schwester den Jungen niemals erst zur Welt gebracht haben kann, nachdem sie weg gezogen war.« 
Wer sich an diesen paar Kleinigkeiten nicht stört, darf in eine Geschichte eintauchen, die einfach glücklich macht und Lust auf's Lesen. "Das Glück der Worte" ist eine Kleinod, eine poetische Reise zum Sinn des Lebens. Was macht ein glückliches Leben aus, wie verwandelt man sein Leben in ein echtes Kunstwerk und was sind echte Werte, das ist die hintergründige Botschaft dieses Buches.
Der Schluss belohnt einen schließlich mit einer spannenden Auflösung der ganzen Geschehnisse und wird auch alle Happy End Fans zufrieden stellen.

Wertung:

Freitag, 21. November 2014

Anna und die flüsternden Stimmen von Sabine Städing

Titel: Anna und die flüsternden Stimmen
Autor: Sabine Städing
Verlag: Boje, Hardcover
Seiten: 255
ISBN: 978-3-414-82114-0

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Rezension: Anna muss mir ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder Urlaub in Qual an der Ostsee machen, während all ihre Klassenkameraden irgendwo im Süden unter Palmen liegen. Zum Glück trift sie dort auf Tjark, der ihr den Urlaub versüßt. Doch leider hat sich kurz nach ihrer Ankunft auch etwas Dunkles an ihre Fersen geheftet. Nachts im Regen steht eine mysteriöse Gestalt und sieht zu ihrem Fenster hoch, Stimmen flüstern, unheimliche Botschaften erscheinen auf ihrer Leinwand. Und dann ist da noch der wächserner Fremde mit dem Zylinder, der sie bedroht. Alles scheint mit einer ehemaligen Klinik zusammen zu hängen, die sich auf dem gleichen Grundstück wie ihr Ferienhaus befindet. Dr. Hasselreuther, der ehemalige Chef der Klinik treibt als verfluchte Seele sein Unwesen in Qual und trachtet nun nach Annas Seele. Annas einzige Chance auf Rettung ist, das Rätsel um Hasselreuther und seine Verbrechen zu Lebzeiten aufzudecken. Zum Glück steht ihr Tjark zur Seite.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Anna geschildert und startet recht schnell richtig durch. Schon kurz nach der Ankunft steht nachts im Regen eine unheimliche Gestalt und das Ferienhaus scheint zu flüstern. Als dann auch noch ein Hilferuf auf einer ihrer Leinwände erscheint und die mysteriöse Gestalt sie bedroht, zweifelt sie zunächst an ihrem Verstand, bis auch ihre Familie den Mann mit dem wächsernen Gesicht zu Gesicht bekommen, sich jedoch nichts dabei denken. Die Stimmung ist unheimlich und etwas bedrückend und steigert sich die ersten Kapitel stetig.
Anfangs versucht Hasselreuther ihr auch durch seltsame Unfälle nach dem Leben zu trachten. Nach einiger Zeit gerät die anfängliche Spannung jedoch ins Stocken, dafür tritt Annas Beziehung zu Tjark in den Vordergrund. Das verpasst der Geschichte einen Dämpfer und lässt es stellenweise sogar unrealistisch wirken. Denn plötzlich gibt es keine Anschläge mehr auf Anna, als wolle er ihrem Techtelmechtel genügend Zeit einräumen und ihre Recherchen über sein eigenes niederträchtiges Leben nicht stören.
Auch, dass Anna ihren ehemaligen Ausflug in die Welt der Wicca erst offenbart, nachdem sie bereits ein Medium um Hilfe fragen mussten wirkt zu konstruiert. Es hat halt gerade gepasst, weil zu einem Problem schnell eine Lösung her musste, natürlich wird dann auch noch das Internet als unanfechtbare Quelle allen magischen Wissens und echter Zaubersprüche heran gezogen. Warum war das Medium dann überhaupt nötig. Und wieso fällt es Hasselreuther so einfach eine Frau zu töten, aber bei Anna, einem naiven Teenie scheitert er?
Zum Schluss hin wird es noch einmal dezent gruselig, wenn die Geister Anna um Hilfe ersuchen, doch leider gelingt alles zu reibungslos und Hasselreuther bleibt bis zum Schluss im Hintergrund. Gut gefallen hat mir dagegen der Teil indem die Geister Anna ihre Geschichte zeigen. Es war spannend und hat einige losen Enden zusammen gefügt.
Das Ende wirkt dafür sehr übertrieben und erweckt den Eindruck als hätte die Autorin kurz vorher "Der Zauberer von Oz" gelesen. Was in aller Welt haben geflügelte Lemuren in der Geschichte zu suchen und woher hat Hasselreuther diese nervigen Geschöpfe so plötzlich?

Mein Fazit, der Anfang hat mir wirklich gut gefallen und war vielversprechend, leider triftete die Geschichte im Verlauf hin zu einer mittelmässigen Teenieromanze ab. Etwas mehr Grusel und realistische Handlungsweisen hätten der Geschichte gut getan. Aber vielleicht bin ich da auch zu kritisch und sie gefällt einem jüngeren Publikum genau deshalb.

Wertung:

Freitag, 14. November 2014

Dt. Follow Friday 14. November '14


Frage diese Woche: Bei Amazon bestellen, ja oder nein? Es gibt wohl genauso viele Gründe die dafür, wie auch dagegen sprechen! Wie steht ihr zu der Sache?

Seit durchgesickert ist, welche Praktiken Amazon verfolgt bestelle ich eigentlich so gut wie gar nicht mehr über Amazon. Ich gehe lieber in die Buchandlungen hier in der Nähe, zu Weltbild, BOL, Arvelle, Buecher oder ich schau bei Tauschgnom rein. Bei Amazon bestelle ich höchstens mal noch eine DVD oder ein Ebook, da es dort eben viele freie Autoren gibt, deren Bücher man ausschließlich bei Amazon und nur als Ebook bekommt.

» http://abookshelffullofsunshine.blogspot.de

Freitag, 7. November 2014

Dt. Follow Friday 7. November '14

Es ist wieder soweit: Follow Friday!!! :D


Aufgabe diese Woche: Habt ihr in der letzten Zeit ein Buch vorbestellt, auf das ihr euch riesig freut? Wenn ja welches?Wenn ihr momentan keins in der Warteschleife habt: Welches war das Letzte, das ihr Wochen/Monate vorher schon geordert habt?

Das waren die neusten Bände von Elly Griffiths "Ruth Galloway Reihe". Die letzten beiden habe ich mir deshalb sogar auf Englisch gekauft, weil ich den deutschen Erscheinungstermin nicht erwarten konnte. ;)

» http://abookshelffullofsunshine.blogspot.de

Donnerstag, 6. November 2014

Neuzugänge

Hier seht ihr meine Neuzugänge der letzten Wochen. Sind nicht gerade viele, aber ich kann mich ja auch momentan nicht gerade über zu wenig Lesestoff beschweren. ;)


Drei Wünsche hast du frei von Jackson Pearce: Als Viola von ihrem Freund verlassen wird, bricht für sie eine Welt zusammen. Gerade noch war sie verliebt und beliebt, nun ist sie nur noch die Ex vom coolsten Typ der Schule. Viola wünscht sich nichts mehr, als wieder glücklich zu werden und beschwört so versehentlich einen Dschinn herbei. Er ist jung, er sieht gut aus und er ist furchtbar schlecht gelaunt, denn er hält Menschen für ungemein nervtötend. Aber bevor er in seine Heimat zurückkehren kann, muss er Viola drei Wünsche erfüllen. Und das ist nicht so einfach, wie es sich anhört.

Das magische Drachenauge (Die Drachen Chroniken Bd. 1) von Dugald A. Steer: Dunkle Höhlen, Feuer speiende Kreaturen und wertvolle Schätze - das ist die Welt der Drachenforscher. In der Geheimen und Alten Gesellschaft der Drachologen haben sie sich zusammengeschlossen, um die letzten noch leb enden Drachen zu erforschen und zu schützen. Die Geschwister Daniel und Beatrice Cook sind angehende Drachologen und werden von dem exzentrischen Dr. Drake in die Geheimnisse der Drachologie eingeführt. Doch schon bald müssen sie ihre Studien unterbrechen und sich auf eine gefährliche Expedition begeben, denn Dr. Drakes wertvolles Drachentagebuch ist in die falschen Hände geraten. Und dies kann fatale Folgen für alle Menschen und die noch lebenden Drachen haben.

Elbenzorn von Susanne Gerdom: Vor langer Zeit wurden die Dunklen Elben von den Goldenen aus ihrer gemeinsamen Heimat vertrieben. Seitdem ziehen die Dunklen rastlos und grollerfüllt durch die Welt. Als mehrere Goldene Elben auf mysteriöse Weise ums Leben kommen, geht die Angst um: Ist dies die Rache der Dunklen für das Unrecht der Vergangenheit? Zwei Elbenschwestern versuchen die Vorkommnisse zu enträtseln – und decken eine Verschwörung auf, die die Grundfesten ihrer Welt zu erschüttern droht. Denn die Aufrührer bereiten sich im Verborgenen schon zum alles entscheidenden Angriff vor, um die Elben zu unterjochen.

Gladdy Gold und das mysteriöse Skelett von Rita Lakin: Ein Hurrikan fegt über Florida hinweg und verwüstet auch die luxuriöse Wohnanlage Lanai Garden, wo Gladdy Gold und ihre Girls der Detective Agengy leben. Dabei wollte Gladdy sich endlich Zeit für ihren Boyfriend Jack nehmen. Doch daran ist in dem Chaos nicht zu denken. Gladdy hat alle Hände voll zu tun. Und als dann noch ein Skelett in den Trümmern eines eingestürzten Hauses gefunden wird, wittert ihre Detektivnase ein unaufgeklärtes Verbrechen aus der Vergangenheit ...

Tür ins Dunkel von Dean Koontz: Nach seiner Scheidung verschwindet Dylan McCaffey mit seiner kleinen Tochter spurlos. Sechs Jahre später entdeckt die Polizei seine Leiche - auf bestialische Weise zugerichtet. Stunden danach wird seine Tochter von Streifenpolizisten aufgelesen, nackt und völlig verstört. Melanie ist das Opfer grausamer psychischer Experimente, die außer Kontrolle geraten sind. Alle an den Experimenten beteiligten Personen sterben eines gewaltsamen Todes.

Dienstag, 4. November 2014

Bücher Leseleuchten Teil 1

Es gibt unzählige Leseleuchten, alle möglichen Formen und Farben. Hier stelle ich euch eine kleine Auswahl der Leselampen vor, die ich mein Eigen nenne.

Heute kam mit der Post ein Paket für mich. Darin befanden sich vier "Dreh dir Licht" Leseeier. Eine kleine Umdrehung und schon erstrahlt ein angenehm helles, weißes Licht, das die Seiten gleichmäßig beleuchtet. Die kleinen Leuchten , die etwas größer als ein Ei sind bleiben automatisch auf der farbigen Seite stehen und eignen sich auch als Deko für sommerliche Grillabende. Wenn man sie auseinander zieht gelangt man an die Batterien. Es gibt sie in vielen verschiedenen Farben, z.B. bei Amazon.


Die Leuchtdauer ist mit fantastischen 100 Stunden angegeben, dank sechs LR44 Batterien, die enthalten sind. Beim Lesen einfach ans Buch legen und schon kann das nächtliche Schmökern beginnen.

Erhältliche Farben: Orange, Grün, Türkis, Pink, Schwarz.

Meine Bewertung zur Handhabung: Für mich ist es perfekt. Ich lese meist in einer halb sitzend, halb liegenden Position auf dem Sofa oder im Bett. Ich lege es dann einfach auf den Bauch oder den Oberkörper und da bleibt es auch. Das Licht ist angenehm hell, blendet aber nicht. Wenn man an einem Tisch liest, dann stellt man es einfach vor oder neben das Buch. Im Sitzen kann man es auf den Schoß legen. Ich würde es lediglich nicht unbedingt für die Badewanne empfehlen, außer man ist Besitzer einer Badewannenablage (-Brücke), die man quer über die Wanne anbringt, auf die man ein Buch und andere Sachen drapieren kann.