Zitat:

Ein Raum ohne Bücher ist wie ein Körper ohne Seele ... [Cicero]

Montag, 15. September 2014

Tage der Finsternis von Rainer M. Schröder

Titel: Tage der Finsternis
Autor: Rainer M. Schröder
Verlag: Arena, gebunden
Extras: CD – Gesänge aus der
Himmelroder Thomasvesper
Seiten: 205

Rezension: Ein Mann wird als heimlicher Ermittler in ein Kloster eingeschleust, wir lernen ihn als Bruder Thomasius kennen. Hinter den Klostermauern kommt es zu grauenhaften Todesfällen, einer der Mönche scheint sogar dem Wahnsinn anheim gefallen zu sein. Anfangs steht Thomasius vor einem Rätsel, bis ihn albtraumhafte Visionen auf die richtige Spur führen. Der Schatten, der nach und nach immer mehr Opfer fordert scheint seinen Ursprung weit in der Vergangenheit zu haben, als ein Ordensbruder, um das Kloster zu retten eine unsägliche Sünde begeht.

Während des gesamten Roman bleibt die genaue Zeit, in der die Geschichte spielt im Dunkeln. Es könnte vor hundert Jahren oder heute spielen, diese Tatsache trägt zum Flair des Roman bei. Rätselhaft und unheimlich beginnt es und steigert sich zum Ende hin immer mehr. Ein echter Pageturner, den man in einem Rutsch durchliest. Die Stimmung ist durchweg düster und erinnert bisweilen an unser Bild vom Mittelalter. Das Klosterleben ist karg und kalt, die tägliche Routine von Ritualen und Gebeten geprägt. Dazwischen steht Bruder Thomasius, der eigentlich kein Ordensbruder ist, sondern von Außerhalb kommt und dessen Verstand auf eine Harte Probe gestellt wird. Gibt es da draußen doch mehr, als Wissenschaft und Zweifel? Als er zu ermitteln beginnt, mit was sich das erste Opfer zuletzt beschäftigte, führt ihn sein Weg in die Archive des Klosters und tief hinab in seine Katakomben. Das gesamte Kloster nimmt in seiner unheimlichen Größe Gestalt an, man ist mittendrin. Schreckt hoch, sobald sich ein Schatten in den Ecken rührt. Die Idee fesselt und ist schlüssig. Genau das lässt einem nach dem Ende mit einer wohligen Gänsehaut zurück.
Ein Thriller mit der perfekten Mischung aus Grusel, Mystery, Krimi und Geschichte. Als kleines Schmankerl und zur passenden Untermalung ist auch gleich noch eine CD mit Gesängen aus der Himmelroder Thomasvesper dabei.

Wertung:

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