Zitat:

Ein Raum ohne Bücher ist wie ein Körper ohne Seele ... [Cicero]

Donnerstag, 21. August 2014

Im Rausch der Stille von Albert Sánchez Piñol

Es gibt wenige Bücher, die ich so schlecht fand, dass ich sie weiter verkauft, getauscht oder sogar verschenkt habe. Dieses ist eines davon. So ziemlich das schlechteste Buch, das ich jemals bis zum Ende durchgehalten habe. Eine herbe Enttäuschung!

Titel: Im Rausch der Stille
Autor: Albert Sánchez Piñol
Verlag: S. Fischer, gebunden
Seiten: 256

Rezension: Was noch durchaus spannend beginnt auf einer kleinen abgeschiedenen Insel, die von Wesen aus dem Meer angegriffen wird, entwickelt sich zu einer endlosen Aneinanderreihung aus Perversionen und Brutalität.

Ein Wetterforscher, der seine Arbeit auf einer fast verlassenen Insel aufnimmt, wird bereits in der ersten Nacht von Kreaturen aus dem Meer angegriffen. Ohne jeden Grund, wie es anfangs scheint. So flüchtet er sich zu seinem Vorgänger, dem Leuchtturmwächter, von der Einsamkeit bereits des Verstandes und der Menschlichkeit beraubt. Dort muss er feststellen, dass sich dieser ein weibliches Meermonster als Sexsklavin hält. Dieses Weibchen scheint auch der Grund für den Groll der Froschmenschen zu sein. Zwischen Abscheu vor seinem Leidensgenossen und unsagbarer Panik vor den nächtlichen Attacken der Kreaturen, entdeckt auch er nach einer Weile seine Vorliebe für den weiblichen Froschmenschen.

Während einiger Augenblicke scheint es fast so, als würden die gänzlich unsympathischen Charaktere doch noch ein Verständnis für die ihnen fremden Lebewesen entwickeln, doch weit gefehlt.

Die Story trieft geradezu vor Langeweile und Belanglosem. Ist bestenfalls noch verstörend, aber meist widert sie einen einfach nur an. Selten war ich so enttäuscht von einem Roman, wie von „Im Rausch der Stille“. Insgesamt lässt sich der Inhalt mittels zweier Worte zusammenfassen: Perversion und Brutalität. Im weitesten Sinne geht es in dem Roman um zwei zoophile Geisteskranke.

Spart euch lieber das Geld und die Zeit und macht um dieses Buch einen riesen Bogen. Es ist das Papier nicht wert, auf dem es gedruckt steht.


Wertung:

Kommentare :

  1. Wenigstens hast du es geschafft bis zum Ende durchzuhalten, ich gebe meist nach 100 Seiten auf :)

    Bin nun auch Leser geworden, würde mich freuen wenn du bei mir vorbeischaust und vlt auch Leser wirst :)

    LG Nadine
    http://missi100.blogspot.de/

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    1. Hi, Nadine! Das ist lustig, ich heiße auch Nadine. :D
      Freut mich, dich als Follower begrüßen zu dürfen. Werd mir gleich auch noch deinen Blog anschaun.

      Bei dem Buch habe ich nur deshalb bis zum Schluss durchgehalten, weil ich die Hoffnung nicht aufgeben wollte, dass der Autor die Geschichte doch noch rumreißt. Das noch etwas passiert, das den Hype um das Buch erklärt. Waren ja doch recht viele davon begeistert.

      Grüßle, Nadine.

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