Zitat:

Ein Raum ohne Bücher ist wie ein Körper ohne Seele ... [Cicero]

Montag, 18. August 2014

Das Moor des Vergessens von Val McDermid

Titel: Das Moor des Vergessens
Autor: Val McDermid
Verlag: Knaur, Taschenbuch
Seiten: 537

Rezension: Eine Moorleiche mit Tattoos aus der Südsee. Ein Fund der bei Literaturwissenschaftlerin Jane Aufregung auslöst. Hat sie doch schon lange die Vermutung, dass der Rädelsführer der Meuterei auf der Bounty es seinerseits nach England zurück geschaft haben könnte, um seinen Ruf reinzuwaschen. Darauf deuten nicht nur hartnäckige Gerüchte, sondern auch ein mysteriöser Brief hin, der auf ein verschollenes Manuskript von Wordsworth zu eben jenem Thema schliessen lässt.
Jane ist nicht die einzige, die dieses Manuskript unbedingt haben will, doch ihr Gegenspieler geht dafür über Leichen.

Ein spannender Fund, der Stoff für einen super Krimi mit geschichtlichem Hintergrund geliefert hätte, jedoch neben dem zwischenmenschlichen Psychogequatsche komplett ins Abseits gerät. Dieser Satz beschreibt das ganze Buch. Sicher, vom rein technischen Aspekt betrachtet ist das Buch gut geschrieben, nur Spannung kommt deshalb noch lange nicht auf. Bis überhaupt etwas halbwegs spannendes passiert dauert es schon beinahe 200 Seiten. Die Charaktere sind alle bis auf den letzten absolut unsymphatisch oder bleiben blass und farblos. Vom Schluss, bei dem man sich komplett verarscht vorkommt, will ich mal gar nicht reden. Man hat einfach das Gefühl sich durch die 537 Seiten umsonst gequält zu haben. Selbst, wenn das Buch auf die Hälfte gekürzt worden wäre, würde es noch vor Belanglosem strotzen. Zwei Sterne für die gute Grundidee und das schreiberische Talent, das aber leider in einer gähnend langweiligen Storyline untergeht.


Wertung:

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